Manchmal entstehen die schönsten Ideen ganz spontan. So auch die Idee zum Nachtschießen der Bogenschützen Hamlar, die Marco Kunz erst vor einer Woche während des Zeltlagers der Schützenjugend hatte. Kurzerhand stellte er eine Umfrage in die Vereinsgruppe – und die Begeisterung ließ nicht lange auf sich warten. Schnell war klar: Dieses besondere Erlebnis wollte sich niemand entgehen lassen.
Mit viel Einsatz bereiteten Marco und Norbert den Parcours vor. Die Pflöcke wurden sorgfältig ausgesteckt und mit leuchtenden Knicklichtern markiert. Die Ziele selbst wurden lediglich von kleinen Taschenlampen angestrahlt – gerade genug Licht, um sie in der Dunkelheit erkennen zu können und dennoch den besonderen Reiz eines echten Nachtschießens zu bewahren.
Bevor es jedoch ernst wurde, stärkten sich alle bei einem gemütlichen Grillabend. Leckeres Grillgut, zahlreiche selbstgemachte Salate und frisches Brot sorgten für beste Stimmung und viele nette Gespräche. Die Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer war allen anzusehen.
Um 21:45 Uhr hieß es schließlich: „Alle ins Kill!“ Nun begann der wohl spannendste Teil des Abends. Schon das Einnocken des Pfeils – ganz ohne zusätzliche Beleuchtung – stellte sich als die größte Herausforderung des gesamten Parcours heraus. Doch mit jedem geschossenen Ziel wuchs die Routine. Das Einnocken gelang immer flüssiger und der Fokus auf das nur schwach beleuchtete Ziel wurde immer intensiver. Das spiegelte sich auch in der Treffsicherheit wieder, die im Laufe des Abends deutlich zunahm.
In vier Gruppen mit jeweils vier Schützinnen und Schützen ging es durch die finstere Sommernacht. Von Ziel zu Ziel arbeiteten sich die Teams gemeinsam durch den Parcours, feuerten sich gegenseitig an und genossen die besondere Atmosphäre, die nur ein Nachtschießen bieten kann.
Am Ende waren sich alle einig: Es war weit mehr als nur ein Training. Es war ein Abend voller Gemeinschaft, Lachen und unvergesslicher Momente. Genau das macht den Bogensport aus – mit Gleichgesinnten Zeit verbringen, gemeinsam neue Erfahrungen sammeln und Erinnerungen schaffen, die noch lange bleiben werden.
Die Vorfreude auf das nächste gemeinsame Event ist nach diesem gelungenen Sommerabend jedenfalls schon jetzt riesengroß.
Text und Fotos: Nicole Wolff