Shrew Bow Challenge 2026 – Ein unvergessliches Wochenende im Schwarzwald

Shrew Bow Challenge 2026 – Ein unvergessliches Wochenende im Schwarzwald

04.8.2026 14:07
-
Elisabeth Barfüßer

136 Bogenschützinnen und Bogenschützen aus nah und fern machten sich Anfang August auf den Weg zu einem ganz besonderen Turnier: der Shrew Bow Challenge 2026, veranstaltet von Henry Bodnik. Mit dabei waren auch fünf Schützen des Schützenvereins Diana Hamlar: Marco Kunz, Artur Schmidt, Moritz Frank, Leander Kunz und Florian Frank.

Bereits am Freitagvormittag begann unsere Reise in den tiefen Schwarzwald. Obwohl viele von uns bereits mehrfach an diesem legendären Turnier teilgenommen hatten, wartete in diesem Jahr eine Premiere auf uns: Erstmals fand die Shrew Bow Challenge nicht mehr in Eisenbach statt, sondern auf dem Gelände des Bogenparcours Schwarzwald. Nach der Anreise bezogen wir unsere Unterkünfte auf dem Campingplatz beziehungsweise im Hotel und konnten den ersten Abend entspannt genießen.

Schon zum Auftakt hatte sich Henry Bodnik etwas Besonderes einfallen lassen. Bei einem kleinen Sonderevent konnten die Teilnehmer ihre Treffsicherheit aus einem jagdlichen Tarnzelt unter Beweis stellen. Geschossen wurde aus verschiedensten Schießpositionen – ganz wie bei einer realistischen Jagdsituation. Anschließend ließen wir den Abend bei einem hervorragenden Grillbuffet in geselliger Runde ausklingen.

Am Samstag wurde es dann ernst. Pünktlich um 8 Uhr startete das eigentliche Turnier. Insgesamt 88 Ziele galt es zu meistern – eine echte Herausforderung. Typisch für Henry Bodnik standen dabei weniger weite Schussdistanzen im Vordergrund, sondern vielmehr äußerst realistische und anspruchsvolle Jagdsituationen. Geschossen wurde aus ungewohnten Positionen, mal sitzend, mal kniend oder sogar liegend. Häufig führten nur kleine Lücken zwischen Ästen oder ein schmaler Schusskanal durch dichtes Blattwerk zum Ziel. Immer wieder überraschte der Parcours mit kreativen und abwechslungsreichen Aufgaben.

Auch das Gelände hatte es in sich. Der anspruchsvolle Schwarzwald-Parcours führte ständig bergauf und bergab und verlangte den Teilnehmern körperlich einiges ab. Nach rund 7,5 Stunden Schießzeit und den sommerlich heißen Temperaturen waren alle froh, die 88 Ziele erfolgreich bewältigt zu haben – und zugleich auch ein wenig stolz auf die eigene Leistung.

Die Shrew Bow Challenge nimmt unter den Bogenturnieren eine besondere Stellung ein. Zugelassen sind ausschließlich Bögen der Marke Shrew Bows, wodurch das Turnier einen ganz eigenen Charakter erhält und jedes Jahr viele begeisterte Schützen anzieht.

Besonders stolz waren wir auf unsere beiden Nachwuchsschützen Moritz Frank und Leander Kunz, die den gesamten Parcours ebenfalls erfolgreich absolvierten und dabei hervorragende Leistungen zeigten. Auch die übrigen Ergebnisse konnten sich angesichts des hohen Schwierigkeitsgrades durchaus sehen lassen. Für Artur Schmidt reichte es sogar zu einem Platz unter den Top 20, womit er sich für das große Finale am Sonntag qualifizierte.

Nach einer wohlverdienten Dusche und etwas Abkühlung ließen wir den Samstagabend erneut bei hervorragendem Essen, bester Verpflegung und vielen interessanten Gesprächen mit Bogenschützen aus vielen Ländern gemütlich ausklingen. Besucher waren nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Österreich, der Schweiz, England und sogar aus den USA angereist.

Am Sonntag stand schließlich das große Finale auf dem Programm. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Henry Bodnik auch hier außergewöhnliche Ideen hat. Im Finale ging es längst nicht mehr nur darum, einen Parcours sauber zu schießen – vielmehr waren Instinkt, Schnelligkeit und Nervenstärke gefragt. Reine Systemschützen hatten bei diesen ungewöhnlichen Disziplinen eher das Nachsehen.

In der ersten Finalrunde mussten die Teilnehmer kniend unter einer Bierbank hindurch auf einen Luftballon schießen. Immer zwei Finalisten traten direkt gegeneinander an – wer den Ballon zuerst traf, zog in die nächste Runde ein.

Auch die weiteren Finaldisziplinen waren spektakulär. Zwei Schützen traten jeweils gleichzeitig gegeneinander an und schossen auf ein 3D-Tier. Nach jedem Schuss mussten beide einen Pflock nach hinten wechseln. Am letzten Pflock durfte innerhalb der verbleibenden Zeit so oft geschossen werden, wie es die insgesamt 30 Sekunden zuließen. Hier zeigte sich eindrucksvoll, wer auch unter Zeitdruck, Wettkampfspannung und den Blicken zahlreicher Zuschauer ruhig blieb und präzise treffen konnte.

Am Sonntagabend traten wir schließlich mit vielen schönen Erinnerungen, tollen Erlebnissen und jeder Menge neuer Eindrücke die Heimreise an. Die Shrew Bow Challenge 2026 war für uns erneut ein außergewöhnliches Turnier, das sportliche Herausforderung, Kameradschaft und eine einzigartige Atmosphäre perfekt miteinander verbunden hat.

Eines steht für uns schon heute fest: Shrew Bow Challenge – wir kommen wieder!

Text und Fotos: Florian Frank

alle News